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Thermografie elektrischer Anlagen nach VdS 2860 (Teil 2)

Veröffentlicht: 23. April 2007 Kategorie: Fachartikel

Thermografie elektrischer Anlagen nach VdS 2860 Fachartikel von Herbert Bäumer, BL Automation GbR aus Bielefeld Herbert Bäumer ist zertifizierter Sachverständiger Thermograf für elektrischer Anlagen nach VdS 2859.

Thermografie elektrischer Anlagen nach VdS 2860 (Teil 2)
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%%ENDDISPLAYRS%% Qualifikation und Zertifizierung des Thermografen
Der Thermograf, der die entsprechenden Untersuchungen in den Anlagen durchführt, sollte für die entsprechenden Aufgaben geeignet sein und die erforderliche Kernkompetenz mitbringen. Es ist mit Sicherheit nicht ausreichend, sich eine IR-Kamera anzuschaffen und nach einer Herstellereinweisung und Geräteschulung thermografische Untersuchungen durchzuführen. Ohne die erforderliche Erfahrung in der Thermografie sind viele Fehler bei der IR Aufnahme und ihrer Analyse vorprogrammiert.

Für den Bereich der Elektrothermografie gibt es eine Reihe verschiedener Schulungen und Zertifizierungen (nach EN 473-IT, CFPA, DIN 54162-ET, VdS 2859). Die Ausbildung und Zertifierung nach VdS 2859 basiert auf eine enge Vernetzung von thermografischen und elektrotechnischen Fachwissen mit den Schwerpunkten in der Theorie und der Praxis. Ihre Anforderungen gehen weit über die Anforderungen der EN 473-IT und insbesondere auch der CFPA hinaus. Nach VdS 2859 zertifizierte Elektrothermografen garantieren ein Höchstmass an Kompetenz und sind im besonderem dazu befähigt, elektrische Anlagen zu prüfen.

Informationsinhalte und Aussagekraft des Abschlußberichts

Prüf- und Abschlussberichte sollten ein Höchstmass an Informationen und Beurteilungen enthalten, die die einzelnen IR-Aufnahmen und die hier festgehaltenen thermischen Anomalien deutlich machen und dem Wartungspersonal entsprechende Informationen zur Fehlerbehebung geben. Neben den thermisch wichtigen Informationen sollten sie aber auch alle relevanten elektrischen Informationen beinhalten und den aktuellen Anlagenzustand dokumentieren. Erstmals gibt es hier mit der Richtlinie VdS 2860 einen umfassenden Prüfbericht, der diesen Anforderungen in allen Punkten entspricht.

Ausschließlich nach VdS 2859 zertifizierte Thermografen sind Sachverständige Thermografen, die das alleinige Recht besitzen, Berichte nach VdS 2860 auszustellen.

Vergabe von Dienstleistungen im Bereich der Elektrothermografie
Wer in seinem Unternehmen die Thermografie elektrischer Anlagen plant, sollte diese Untersuchungen auf der Grundlage der Richtlinien VdS 2859 und VdS 2860 durch einen zertifizierten Elektrothermografen durchführen lassen. Diese Vorgehensweise garantiert nicht nur ein höchstes Maß an Qualität der thermischen Untersuchungen, sondern darüber hinaus auch die Akzeptanz der durchgeführten Maßnahmen bei seinem Sachversicherer. Mit etwas Verhandlungsgeschick lassen sich bei regelmäßiger Durchführung der Thermografie die Versicherungsprämien senken.

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%%ENDDISPLAYRS%%Unkontrollierte Anlagenausfälle und ihre Folgen
Die Folgen unkontrollierter Anlagenausfälle sind in der Regel deutlich größere Schäden in den Anlagen, hervorgerufen durch Folgeschäden, Produktionsausfall usw. Sie verursachen damit deutlich höhere Kosten für die Reparatur und Instandsetzung als die gezielte Reparaturmaßnahme tatsächlich gekostet hätte, wie das nachfolgende Beispiel einer Energieversorgung deutlich macht.

Energieversorgung einer Produktionsanlage über einen 630 kVA Transformator
Eine regelmäßige Sichtkontrolle reicht nicht aus, um sich anbahnende Fehler rechtzeitig zu erkennen und geeignete Reparaturmaßnahmen einzuleiten. Die nachfolgenden Aufnahmen zeigen einen 630 kVA Transformator mit einem technischen Defekt an einem Außenleiteranschluss.

Bild 3: 630 kVA Transformator
Bild Herbert Bäumer BL Automation GbR
Bild 4: 630 kVA Transformator mit einem technischen Defekt an einem Außenleiteranschluss
Bild Herbert Bäumer BL Automation GbR
Der technische Defekt ist im Bild 3 nicht erkennbar. Erst die Infrarotaufnahme (Bild 4) lässt diesen Defekt erkennbar werden. Auf der Basis dieser Informationen kann nun die erforderliche Reparatur entsprechend geplant und durchgeführt werden. Ein unkontrollierter Ausfall der Anlage und die daraus entstehenden hohen Folgekosten konnten somit durch den gezielten Einsatz der Thermografie verhindert werden.
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%%ENDDISPLAYRS%%Fehlerquellen in elektrischen Anlagen
Ob in der Neuanlage, die kurz vor der Abnahme steht oder Altanlagen im täglichen Produktionsbetrieb, sie alle haben eines gemeinsam! Sie sind nicht fehlerfrei und bergen thermische Gefahren, die erst mittels IR-Untersuchungen sichtbar werden.

Wenn man bedenkt, das eine der häufigsten Fehlerquellen (über 60%) lose Klemmen- und Anschlussverbindungen in Schaltanlagen und an Geräten sind, wird deutlich das dieses auch insbesondere bei Neuanlagen ein großes Gefahrenpotential darstellt. Denn diese Fehlerquellen gehen mit der Qualität der Montagearbeiten einher, die im Rahmen der Errichtung einer Neuanlage erbracht werden. Kommen dann noch Faktoren wir Zeit- bzw. Termindruck ins Spiel sind Montagemängel in diesem Bereich vorprogrammiert.

In laufenden Produktionsanlagen kommen hierzu dann auch noch eine Vielzahl von Fehlern, die sich auf Grund von Kontaktverschleiß einstellen z.B. Leistungskontakte an häufig schaltenden Schützen, Leistungsschaltern, Schutzschaltern, etc.

Bild 5: Lose Klemmenverbindung eines Motorabgangs
Bild Herbert Bäumer BL Automation GbR


Bild 6: Defekte Anschlussverbindung an einem NH Trenner
Bild Herbert Bäumer BL Automation GbR


In alten, gewachsenen Anlagen, wo die elektrische Infrastruktur nur sehr langsam an die geänderten Rahmenbedingungen neuer Produktions- und Fertigungsprozesse angepasst wurde kommen zusätzliche Fehler in überlasteten Stromkreisen hinzu.
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%%ENDDISPLAYRS%%Kosteneinsparung durch den Einsatz der Thermografie?!

Die Thermografie der elektrischen Anlagen ist auf der einen Seite nicht zum Nulltarif zu haben. Aber neben den Kosten für die Durchführung der Thermografie stehen auch Entlastungen durch Kosteneinsparungen, die individuell für jedes Unternehmen von einander abweichen.

Mögliche Einsparpotentiale sind:
  • Reduzierung von Anlagenausfällen
  • Reduzierung von Reparaturkosten
  • Reduzierung der Folgekosten
  • Verringerung von Produktionsausschuss
  • Reduzierung von Versicherungsprämien
Wer für seinen Betrieb einmal die Anlagen- bzw. Produktionsausfälle sachlich analysiert und die hierdurch entstehenden Kosten ermittelt wird bei objektiver Betrachtung feststellen, dass der qualifizierte Einsatz der Thermografie entsprechende Einsparpotentiale generieren kann, die deutlich höher sind als die durch die Thermografie entstehenden Kosten. Die wirtschaftliche Basis des Unternehmens kann also durch ihren Einsatz verbessert werden. Um die Möglichkeiten der Thermografie zur vorbeugenden Instandhaltung für die spezielle Situation seines Unternehmens zu ermitteln sollte das Unternehmen in Zusammenarbeit mit einem Sachverständigen Elektrothermografen das vorhandene Risikopotential ermitteln und darauf basierend eine Strategie zur Vorbeugung drohender Anlagenausfälle entwickeln.

Inbetriebnahme und Abnahme von Neuanlagen

Der Bau, die Montage und Inbetriebnahme von Neuanlagen steht in der Regel unter einem enormen Zeitdruck weil der spätere Anlagenbetreiber möglichst schnell die Fertigung- bzw. Produktion aufnehmen möchte. Um während der Einfahrphase der neuen Anlage eventuelle Mängel rechtzeitig zu erkennen sollten noch vor der Abnahme und Aufnahme der Produktion die Anlagen auf thermische Anomalien untersucht werden. Fehler die in dieser Phase erkannt werden lassen sich in der Regel schneller beheben als bei im vollem Umfang laufenden Produktion- bzw. Fertigungsprozessen.