Informationstechnik – Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen – Teil 6: Verteilte Gebäudedienste
Die Informationstechnische Verkabelung ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil einer hautechnischen Anlage. Sie ist genau so wichtig wie die Heizung, Beleuchtung oder die allgemeine Elektrizitätsversorgung. Ausfälle oder Störungen von Informationstechnischen Anlagen können schwere Folgen haben. Als Beispiel können hier z.B. medizinische Einrichtungen erwähnt werden.
Mangelhafte Dienstqualität, die auf fehlende Planung, Verwendung unpassender Komponenten, fehlerhafte Installation, nachlässige Systemverwaltung oder unzureichende Wartung zurückzuführen sind, können z.B. die Effektivität eines Unternehmens gefährden.
Diese neue erschienene Norm beschreibt die anwendungsneutrale Kommunikations-verkabelung, wie die symmetrische- und die Lichtwellenleiterverkabelung. Sie erfüllt eine Fülle von Kommunikationsdiensten innerhalb von einzelnen Gebäuden oder Gebäudekomplexen an einem Standort. Die Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlage dient für das Energiemanagement, der Telekommunikation oder der Steuerung von Umgebungsbedingungen. Auch Zeiterfassungssysteme oder Alarmanalagen werden durch diese Verkabelungsstruktur unterstützt.
Damit die Kommunikationskabelanlage dieser Norm entspricht, müssen die Struktur und die Konfiguration den gestellten Anforderungen entsprechen. Ebenso ist die Verbindungstechnologie und das Leistungsvermögen der Übertragungsstrecke hier normativ festgelegt.
Die Norm identifiziert die funktionellen Elemente der anwendungsneutralen Kommunikationskabelanlage. Beschreibt, wie sie miteinander verbunden werden, um Teilsysteme zu bilden, und nennt die Schnittstellen, an denen anwendungsspezifische Komponenten angeschlossen werden. Übertragungsstrecken, die durch das Verbinden von anwendungsspezifischen Verkabelungskomponenten mit der anwendungsneutralen Kommunikationskabelanlage erzeugt werden, dienen zur Unterstützung von Netzanwendungen.
Die Mindestanforderungen an das Leistungsvermögen der Übertragungsstrecke von symmetrischer Verkabelung und Lichtwellenleiter-Verkabelung wird mit Hilfe festgelegten Klassen gestellt. Die Umgebungseigenschaften und das Leistungsvermögen einer Übertragungsstrecke werden an und zwischen den Verbindungen zu aktiven Geräten ermittelt. Die Übertragungsstrecke umfasst nur passive Abschnitte von Kabeln, Verbindungen, Dienstbereichsschnüren, Geräteverbindungsschnüren, Rangierschnüren und Rangierpaaren.
Werden in einer Installation zwei physisch ähnliche Verkabelungsstrecken verwendet, wie z. B. verschiedene Leistungskategorien oder Kabel mit verschiedenem Wellenwiderstand, sind zur Unterscheidung besondere Maßnahmen nötig.