In mehr als 75 Prozent der bundesdeutschen Büros steht es mit der Beleuchtung nicht zum Besten. Sie besteht aus ineffizienten Beleuchtungssystemen, die Energie verschwenden und meist nicht der europäischen Qualitätsnorm für die Beleuchtung am Arbeitsplatz entspricht. Das haben jüngste Untersuchungen des weltweit führenden Herstellers von Lampen und Beleuchtungssystemen, Philips Lighting, ergeben. Mit einer Modernisierung der veralteten Beleuchtungssysteme könnten die Betreiber von öffentlichen und privaten Gebäuden Kosten von insgesamt 200 bis 400 Millionen Euro vermeiden. Die mögliche Reduzierung der CO2-Emission, die bei der Erzeugung elektrischer Energie entstehen, beträgt 1,4 Millionen Tonnen. Das entspricht der CO2-Aufnahme von etwa 71 Millionen Bäumen. Demnach müsste jeder bundesdeutsche Haushalt zur Kompensation des CO2-Ausstoßes zwei Bäume pflanzen.
|
|
|
Bereits die Umstellung der Bürobeleuchtung von Leuchtstofflampen mit elektromagnetischen Vorschaltgeräten auf moderne Lampentechnologien mit elektronischen Vorschaltgeräten führt zu realistischen Einsparungen von 200 Millionen Euro im Jahr. Durch den Einsatz von Lichtregelsystemen verdoppelt sich dieser Betrag sogar. Die neuen Bürobeleuchtungssysteme amortisieren sich deshalb häufig innerhalb von nur drei Jahren. Außerdem könnte Deutschland seine CO2-Emissionen pro Jahr um 1,4 Millionen Tonnen reduzieren und damit einen großen Schritt auf dem Weg zur Realisierung der Ziele des Kyoto-Protokolls machen. Die kürzlich bekannt gegebenen Untersuchungsergebnisse bestätigen, was europäische Politiker mit Blick auf die Energieeffizienz fordern. Sie haben in einer Energieeffizienz-Richtlinie vereinbart, Jahresziele zur Verbesserung der Energieleistung im öffentlichen Sektor vorzugeben. Gleichzeitig wurden die Ergebnisse mit dem Inkrafttreten der Europäischen Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden im Januar 2006 bekannt. Diese Richtlinie zielt darauf ab, den Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen von Gebäuden zu reduzieren. Ihr Anteil beträgt derzeit 40 Prozent des gesamten Energiebedarfs in Europa aus. Gebäudebetreiber, die Bürogebäude mit einer Nutzfläche von mehr als 1000 Quadratmeter besitzen, müssen bei einer Renovierung künftig dafür sorgen, dass bestimmte Grenzwerte beim Energieverbrauch eingehalten werden. Auch bei der Beleuchtung von Arbeitsstätten nach der EN 12464-1 gibt es in Deutschland erheblichen Nachholbedarf. Der größte Teil der Büroarbeitsplätze erfüllt nicht die Anforderungen der europäischen Beleuchtungsnorm. Aktuelle Forschungen zeigen, dass das Wohlbefinden und Leistungsbereitschaft der Menschen durch eine bessere Beleuchtung gesteigert werden kann. Das heißt konkret, eine bessere Beleuchtung schafft mehr Sicherheit, eine bessere Arbeitsumgebung, höhere Motivation und reduziert die Fehlzeiten.
|