"Endlich Ferien – jetzt rufen drei Wochen Karibik". Wie oft haben Sie solche Mitteilungen schon in sozialen Netzwerken gelesen? Viele Nutzer stellen auch im Urlaub aktuelle Fotos ein und informieren in Echtzeit über ihren Status und ihre Aktivitäten. Den wenigsten ist bewusst, dass sie damit einer äußerst unwillkommenen Zielgruppe gern gesehene Einladungen schicken – und zwar Einbrechern.
Ob Facebook, die VZ-Communities oder Wer-kennt-wen: Soziale Netzwerke boomen. Rund 30 Millionen Deutsche sind laut IT-Branchenverband Bitkom bei mindestens einer Internetgemeinschaft angemeldet. Aber Urlaubsschnappschüsse oder Bilder vom Open-Air-Festival erfreuen nicht nur die Freunde im Netzwerk – auch ungebetene Besucher der Profilseiten haben ein Interesse an solchen Bildern. Denn wer gerade in der Sonne liegt oder übers Wochenende feiert, kann nicht sein Haus hüten. Hinweise darauf im Internet machen es Einbrechern besonders leicht.
Im Netz haben sich mittlerweile Dienste etabliert, welche die Daten zahlreicher "Social Networking"-Anbieter kombinieren. Ausgewertet werden nicht nur Abwesenheitsmeldungen, sondern sogar die in vielen Bilddateien unsichtbar hinterlegten GPS-Informationen des Handys oder der Kamera. Diese geben präzise den Aufenthaltsort des Besitzers bekannt, der automatisch mit der registrierten Wohnanschrift abgeglichen wird - und bei ausreichend großer räumlicher Distanz kennzeichnet das Programm die Wohnung in speziellen Karten sofort als potentielles Einbruchobjekt.
"Wir möchten alle Internet-Nutzer darum bitten, vorsichtig mit der Veröffentlichung persönlicher Daten zu sein.", erklärt Sebastian Brose, Konzeptentwickler beim Sicherheits-Zertifizierer VdS. Das Institut ist europaweit marktführend beim Thema Einbruchdiebstahlschutz. "Stellen Sie sicher, dass von Ihrem Profil keine Rückschlüsse auf Ihren Wohnort gezogen werden können. Sinnvoll ist auch, nicht den kompletten Namen zu nennen, über den per Suchmaschine oder Telefonbuch schnell die tatsächliche Anschrift gefunden ist."
"Besonders wichtig: Veröffentlichen Sie keine Abwesenheitsnotiz, schon gar nicht mit einer Datumsangabe. Schon die Statusmeldung, in der Bar um die Ecke oder bei Freunden zum Fußballgucken zu sein, kann Einbrecher anziehen. Auch Urlaubsfotos oder andere Bilder, die zeigen, dass Sie nicht zuhause sind, sollten erst nachträglich veröffentlicht werden. Empfehlenswert ist weiter, auf Ihrem Mobiltelefon die `location-based services´, sofern diese verfügbar sind, zu deaktivieren.", rät der VdS-Experte.
Tipps zum Thema und weitere Hinweise zum Schutz vor Einbrechern erhalten Sie auf:
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