Die Produktion der deutschen Elektroindustrie wird im 2010 voraussichtlich um drei bis vier Prozent steigen. Im Krisenjahr 2009 ist sie um 22 Prozent zurückgegangen. Dies teilte der ZVEI kürzlich mit. Die Talsohle sei durchschritten, das Schlimmste liege hinter den Unternehmen. Dennoch bestehe kein Anlass, in Euphorie auszubrechen.
Immerhin seien die für die Branche treibenden weltweiten Trends nach wie vor intakt: zunehmende Anforderungen an
Energieeffizienz, die neue Elektromobilität und ein steigender Bedarf an Infrastrukturausrüstungen und moderner Medizintechnik. Von 2004 an ist die Elektroindustrie durchschnittlich jedes Jahr um rund zehn Prozent gewachsen. Von Januar bis Oktober 2009 sank die Produktion um 23 Prozent gegenüber 2008. Das monatsdurchschnittliche Produktionsniveau war deutlich unter das Niveau des Jahrs 2005 gefallen. Die Elektroindustrie habe den Zuwachs von etwa vier Jahren eingebüßt, und es werde wohl auch vier bis sieben Jahre dauern, bis das Produktionsniveau von 2008 wieder erreicht ist. Immerhin habe der Bestand an Beschäftigten bislang weitgehend gehalten werden können. Wichtig sei jetzt, dass die Politik das mögliche Ausgreifen einer Kreditklemme verhindere, Forschung und Entwicklung unterstütze und Anstöße gebe, um die Energie effizienzreserven in Haushalten, Kommunen und Industrie zu heben. Es dürfe keine nationalen Alleingänge beim Klimaschutz geben, es brauche vielmehr einen verbindlichen weltweiten Fahrplan zur Reduktion von Treibhausgasen.
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